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Ayurveda

Ein sehr verbreitetes ganzheitliches Heilverfahren ist das Ayurveda. Ayurveda ist vor allem deshalb als ganzheitlich zu bezeichnen, weil neben medizinischen auch moralische Fragen gestellt werden. Ayurveda geht sogar soweit, die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen.

Wo kommt Ayurveda  her?

Ayurveda ist in erster Linie das indische Gesundheitssystem - nicht mehr und nicht weniger. Man kann die ayurvedischen Ursprünge ca. 3500 Jahre zurückverfolgen.

In Indien wird Ayurveda stark vom Staat unterstützt. Es gibt ayurvedische Universitäten und Ausbildungsstätten. Weit über die Hälfte der Inder lässt sich ayurvedisch behandeln.

Die in der westlichen Welt verbreitete Form des Ayurveda ist eng verbunden mit Maharishi Mahesh Yogi (dem Beatles Guru). Richtigerweise sollte dieser Bereich auch als Maharishi Ayurveda bezeichnet werden.

Wie arbeitet Ayurveda?

Ayurveda ist wie gesagt ein komplettes Gesundheitssystem. Es beinhaltet medizinische Komponenten, ebenso moralische Inhalte. Ayurveda soll die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten können.

Die medizinischen Inhalte des Ayurveda sind im wesentlichen:

  • Innere Medizin

  • Frauen- und Kinderheilkunde

  • Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenheilkunde

  • Geisteskrankheiten

  • Chirurgie

  • Toxikologie

  • allgemeine Gesundheitsförderung

  • Sexualmedizin (insbesondere beim Maharishi Ayurveda)

Ayurveda betrachtet den Menschen als Abbild des Makrokosmos. Der Mensch selbst ist in sich ein Mikrokosmos. So gesehen besteht der Mensch aus den Grundelementen - Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum. Alle unsere Sinne korrespondieren direkt mit den Elementen.

Ayurveda geht davon aus, dass das Wesen des Menschen von den sogenannte Doshas bestimmt wird. Diese Doshas nennen sich Pitta, Vata und Kapha. Den Doshas werden wiederum bestimmte Eigenschaften zugeordnet. Befinden sich die Doshas im Ungleichgewicht, befindet sich der Mensch auch im Ungleichgewicht.

Durch Zuführen oder Reduzieren der den Doshas zugeordneten Elemente, kann Harmonie wiederhergestellt werden.

In der Regel wird der Zustand der Doshas vom Arzt diagnostiziert. Häufig kommt hierbei die Puls-Diagnose zum Einsatz. Oft wird auch das sogenannte Prakriti analysiert (entspricht in etwa dem Karma), um die Doshas wieder in's Gleichgewicht zu bringen.

Anwendungen des Ayurveda
  • Ernährungsumstellung. Die Doshas haben bestimmte Grundeigenschaften wie süß, sauer, bitter, scharf usw.

  • Reinigung. Dies ist Entschlackung durch Fasten, Ganzkörperanwendungen (Öl), Einläufe, Aderlässe, auch Yoga

  • Pflanzen. Das Ayurveda kennt über 5000 Pflanzen und ihre Wirkung.

  • Mineralien und Metalle. Diese werden meist in Verbindung mit Pflanzen angewendet.

  • Meditation. Meist als Körper- und Atemübungen (Yoga)

  • Farb- Aroma- oder Klangtherapie

  • Transzendentale Meditation. Vorwiegend im Maharishi Ayurveda.


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