|
|
|
Do-In (Dao-Yin) - Der Vorläufer des Tai-ChiÖstliche Therapien bieten einen ganzheitlichen Heilansatz, der vielen westlichen Anwendungen fehlt. Das Interesse an östlichen Lehren scheint nach wie vor ungebrochen groß zu sein. Es gibt aber immer noch Formen, die eher ein Schattendasein führen. Eine davon ist das Do-In (oder Dao - Yin), eine Therapieform die im Wesentlichen aus Yoga-ähnlichen Übungen besteht, aber leichter auszuführen und zu erlernen ist. Do-In selbst ist die japanische Bezeichnung für eine taoistische Anwendung, dem Dao-Yin. Das Do-In soll laut Überlieferung die Grundlage für das KungFu und das Tai-Chi Chuan bilden. Im Prinzip stützt sich das Do-In auf Beobachtungen aus dem Tierreich: Tiere bewegen sich nie nur in eine Richtung. Zu einer Bewegung gibt es stets eine Gegenbewegung. Ebenso erkannten die Taoisten, dass Tiere bestimmte Atemtechniken einsetzten. Weil Tiere im Prinzip auch keine unserer bekannten Krankheiten kennen, erschien es logisch, sich an deren Gewohnheiten zu orientieren. Die Lehren des Do-In wurden erstmals um 600 nach Christus gesammelt und im Zhu Bing Yüan Hon Lun aufgeschrieben. Es stellt über 1700 Krankheiten konkret dar. Ausgrabungsfunde in Mawangdui (1973) belegen sogar Darstellungen, die über 2000 Jahre alt sein sollen. Im vierten Jahrhundert nach Christus wurde das Dao-Yin nach Japan gebracht, wo es als Do-In praktiziert wurde. Do-In verlor aber im Laufe der Zeit sowohl im taoistischen als auch im japanischen Kulturraum stark an Bedeutung. Erst mit den Ausgrabungsfunden von 1973 rückte es wieder etwas stärker in den Vordergrund. Die Popularität des Tai-Chi oder Shiatsu konnte Do-In aber nie erreichen Do-In besteht größtenteils aus Körperübungen. Im Prinzip könnte man Do-In als gymnastische Übungen mit Parallelen zum Yoga betrachten. Das schlechte Ki soll abtransportiert werden oder gereinigt werden. Wesentliches Gewicht wird bei den Übungen auf gutes Atmen gelegt. Der Rhythmus ist grob gesagt: Einatmen durch die Nase, Ausatmen durch den Mund. Atem und Bewegung sollen im Do-In eine Einheit bilden. Do-In erfordert nicht die Disziplin des Yoga. Do-In Übungen können im Prinzip individuell auf jeden Menschen zugeschnitten werden, sie sind damit auch leichter umzusetzen. Frische Luft und bequeme Kleidung sind, ebenso wie im Yoga, Grundlage für das Ausüben des Do-In. Im allgemeinen sollte man die Übungen mit leerem Magen ausüben. Es sollte mindestens eine Pause von zwei Stunden zwischen der letzten Mahlzeit und dem Übungsbeginn liegen. Alkohol ist grundsätzlich strikt zu meiden. Es sollte nicht geübt werden, nachdem man ein Bad genommen hat. Eine spezielle Anwendung ist auch das Massieren der Finger und Zehen. Dabei werden die Finger bzw. die Zehen mit dem Daumen und dem Zeigfinger einer Hand in drehenden Bewegungen von der Spitze zur Wurzel massiert (ähnlich der Fingerdruckmassage). |
Suchen Sie Ihr Thema:
Benutzerdefinierte Suche
|