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Personen: Eliphas Levi (Alphonse Louis Constant)

Er gilt als die Figur des modernen Okkultismus. Damit ist er natürlich auch für viele eine Reizfigur - Eliphas Levi.

Eliphas Levi hieß eigentlich Alphonse Louis Constant. Er wurde 1810 in Paris geboren und verstarb im Jahr 1875. Levi war im eigentlichen Sinn ein literarischer Okkultist bzw. ein literarischer Satanist. Levi ist ein Wegbereiter des modernen Okkultismus gewesen. Interessant und oft vernachlässigt: Levi trennte in seiner Auffassung strikt zwischen Luzifer und Satan. War Luzifer für Levi ein Lichtbringer, so stellte Satan das Produkt aller Irrtümer und Schwächen dar, also gemeinhin das Schlechte. Diese Unterteilung dürfte eng mit Levi's Geschichte zusammenhängen. Immerhin wollte er eigentlich katholischer Priester werden. Seine sozialreformerischen Ansichten passten jedoch nicht zur Auffassung der Kirche, weshalb die Kirche von Levi nicht viel wissen wollte (schon gar nicht, nachdem er sich mehr und mehr für rituelle Magie interessierte). Levi soll das allerdings nie daran gehindert haben, sich sowohl als Katholik wie auch als Abbe zu fühlen.

Levi muss ziemlich gefangen vom Thema Okkultismus gewesen sein. Er probierte sehr viele rituelle Praktiken aus, die ihn oft sehr erschreckten. Auch wenn viele Okkultisten Levi's Nähe zur katholischen Kirche negativ einstuften, war er dennoch der angesehenste Okkultist seiner Zeit. Seine Experimente machten ihn sehr bekannt. Den besten Ruf machte er sich aber als okkulter Literat. Sein Werk wird auf mehr als 200 Bücher geschätzt. Seine Werke 'The History Of Magic' und 'Dogma und Ritual der hohen Magie (Dogme et rituel de la haute magie) sind Meilensteine auf dem Gebiet und Pflichtlektüre von Okkultisten. Es überrascht dann doch, dass man sein Werk oft auf die 3 grundlegenden Prinzipien/Gesetze der Magie beschränkt (1. Das Gesetz der Willenskraft, 2. Das Gesetz vom astralen Licht und 3. Das Gesetz der Korrespondenz). Etwas wenig, gemessen an dem, was Levi veröffentlicht hat. Wie gesagt kann man Levi als einen der gelehrtesten Okkultisten bezeichnen. Er soll unermüdlich gewesen sein, wenn es um die Verbindung des antiken Okkultismus und der modernen Wissenschaft ging, die er insbesondere durch sogenannte Evokationen (Herbeirufen höherer Wesen, bekannt: die Evokation von Apollonius von Tyana) erreichen wollte.


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