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Freimaurer |
Freimaurer - zwischen Anerkennung und Verfolgung
Die Geschichte der Freimaurer
Der Bund der Freimaurer entspringt direkt den Bruderschaften der Steinmetze und Dombauhütten. Bekannte Dokumente wie das Regius Manuskript oder das Cooke Manuskript
reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Hier wurden auch zum ersten Mal die lodges (Logen) erwähnt, denen ein Meister vorstand. Der Meister wurde vertreten vom sogenannten Parlierer (Sprecher).
Interessant: aus diesem Parlierer wurde der heute noch bekannte 'Polier'. Man schätzt, dass es heute weltweit über 6
Millionen Brüder gibt, die in 40.000 Logen organisiert sind. Die Freimaurer betrieben selbst eigentlich nie Geheimbündelei im klassischen Sinn, da sie im Prinzip wie ein Verein geführt werden und in der Regel im öffentlichen Vereinsregister eingetragen sind. Die Sitze der Logen sind normalerweise über Telefon- und Adressbücher ersichtlich. Trotzdem waren besonders die Freimaurer immer wieder Ziel von Verleumdung und Verfolgung. Dies ist aufgrund ihres recht offen geführten Bundes sehr verwunderlich. Man geht davon aus, dass die Freimaurerei in Deutschland stark von der französischen Freimaurerei beeinflusst wurde. Erste Bewegungen 1737 in Hamburg sollten gerade aus diesem Grund verboten werden. Nur der Beitritt Friedrichs II. verhinderte dies. Er gründete bald die Loge du Roi, der weitere Logen folgten. Im Laufe der Zeit änderte sich der Bund der Freimaurer vom Handwerkerbund zu einer Gemeinschaft, der bald Philosophen, Schriftsteller, Ärzte usw. angehörten. Persönlichkeiten wie Goethe, Herder, Lessing oder Voltaire wurden Mitglieder der Freimaurer. Dies war auch eine der Blütezeiten der Freimaurerei, die jedoch um 1832 stark zurückging. Nach dem 1. Weltkrieg wurden die Freimaurer dann (wie viele andere auch) zu Unrecht für den verlorenen Krieg verantwortlich gemacht. 1933 wurden sie schließlich von Hitler verboten. Nach dem II. Weltkrieg folgte ein zaghafter Wiederaufbau, dem 1958 die Magna Charta der Bruderschaft der deutschen Freimaurer wesentlich half. Ihr folgte dann auch bald die Gründung der Vereinigten Großlogen von Deutschland - Bund der Freimaurer. Obwohl viele Kräfte vehement gegen die Freimaurer vorgingen (u. a. die deutsche Bischofskonferenz mit der Unvereinbarkeitserklärung von Kirche und Freimaurerei), konnten sich die Freimaurer in Deutschland aufgrund ihrer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit immer mehr etablieren. Ähnlich verlief es auch in vielen anderen europäischen Ländern. Ausnahmen hiervon sind meist Länder, deren Staatsregimes die Freimaurerei zum Teil verboten haben (Tschechien, UDSSR, Ungarn, Jugoslawien, teilweise Portugal...). Ein einheitliches System der Freimaurerei gibt es aber trotz aller Bestrebungen nicht wirklich, wenn man sich auch auf die gleichen Wurzeln bezieht. Insbesondere die Änderung der Statuten durch die französische Grand Orient im Jahr 1877 führte zu einer bis heute anhaltenden Spaltung von der englischen Großloge. Grand Orient wollte niemanden mehr 'um seines Glaubens willen' ausschließen. Dieses Bekenntnis wurde zwar von niemandem als atheistisch bewertet, es bedeutet aber einen Bruch mit einem alten Gesetz. Der Aufbau der FreimaurerEine Loge wird normalerweise von gleichgesinnten Männern auf freiwilliger Basis gegründet. Innerhalb des Bundes ist die Loge unabhängig, sie muss aber einer Großloge angehören. Normalerweise sollte eine Loge aus mindestens 7 Meistern bestehen. Die Loge wird repräsentiert durch den Meister vom Stahl und die sogenannten Beamten. Über die Neuaufnahme eines Neophyten entscheiden alle Brüder. Der neu aufgenommene wird zum Lehrling und lernt die Rituale und Geschichte der Freimaurer. Nach ca. einem Jahr kann er durch Prüfung zum Gesellen werden und danach zum Meister. Zu jedem Grad gehören spezielle Passwörter, Zeichen und Kleidung. Auch heute orientieren sich die Freimaurer noch an den Pflichten aus 1723. Sie sind nach den Graden Lehrling, Geselle und Meister organisiert. Die einzelnen Logenmeister wählen einen Distrikt oder Provinzialmeister. Daraus werden dann die sogenannten Großmeister gewählt. Die Freimaurer sehen sich ganz im Sinn ihres Schutzpatrons Johannes d. Täufers - als tätige Mitglieder der Gesellschaft, die für Toleranz und Verständigung eintreten und Menschen verbinden wollen. (Copyright: Esoteric-House, 2001) Ordo Templi Orientis - O.T.O ::::: Rosenkreuzer ::::: Templer ::::: |
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