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Geheimbünde


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Geheimbünde - Eingeweihte zwischen Tradition und Fürsorge

Geheimbünde spielten immer ein mehr oder weniger große Rolle. Aufgrund ihrer geheimen Struktur waren sie jedoch der Bevölkerung nicht immer bekannt. Wenn sie bekannt waren, dann wurden sie meistens sehr misstrauisch betrachtet. Dies hat seinen Grund im sehr speziellen Wesen der Geheimbünde. Alles was in ihnen vorging, war geheim. Keiner wusste, wer sie waren und was sie taten. Man wusste oft nur, dass es sie gibt.

Warum gibt es Geheimbünde?

Es ist falsch, Geheimbünde pauschal negativ abzuwerten. Geheimbünde entstanden meistens dann, wenn irgendjemand der Meinung war, die höhere Ordnung sei durch die allgemeinen Umstände (Staat, Gesellschaft, Kirche...) infrage gestellt. Die Mehrzahl der Geheimbünde hatte dann das Ziel, hohe moralische und esoterische Werte zu erhalten.

Einige Geheimbünde hatten allerdings auch lediglich die Wahrung ihrer recht persönlichen Interessen im Sinn. Diese Geheimbünde schreckten dann auch vor drastischen Maßnahmen zur Durchsetzung der Interessen nicht zurück.

Wie arbeiten Geheimbünde?

Geheimbünde müssen grundsätzlich als stark reglementiert betrachtet werden. Die Aufnahme war/ist nicht jedem gestattet. Wer einmal mit dabei ist, muss sich strengen Ritualen und Zeremonien unterwerfen. Der Sinn dieser Zeremonien erschließt sich dem Außenstehenden nicht ohne weiteres. Ein wesentliches Kennzeichen eines Geheimbundes ist die Schaffung geheimer Symbole, die wiederum nur den Mitgliedern bekannt sind. Diese Erkennungszeichen sollen wahrnehmbares Zeichen und Sinnbild des Bundes darstellen. Speziell im Zeitalter der Aufklärung bildeten sich etliche Gruppierungen, die religiöse, philosophische oder politische Ziele verfolgten. Ihr (geheimer) Einfluss auf die Gesellschaftspolitik war oft nicht zu unterschätzen.

Die Mitgliedschaft in Geheimbünden oder vielmehr die sogenannte 'Geheimbündelei' war lange Zeit im Prinzip verboten. In Deutschland regelte bis 1968 der Paragraph 128 zur Geheimbündelei diesen Sachverhalt. Erst nach Aufhebung des Gesetzes wurde der Zugang zu den Geheimbünden auch gesetzlich erlaubt.

Im Zuge der Esoterikwelle lockerte sich die strenge Geheimhaltung in vielen Geheimbünden und mit dem Ende des Paragraphen 128 konnten sich einige Geheimbünde in der Öffentlichkeit etablieren (insbesondere die Rosenkreuzer). Vom Bekanntheitsgrad her sind heute insbesondere die Rosenkreuzer (AMORC), die Freimaurer und mit Einschränkungen die Templer erwähnenswert. Daneben gibt es noch etliche kleinere Bünde, die mehr oder weniger bekannt sind. Hierunter fallen z. B. auch die sogenannten Studentenbünde mit ihren speziellen Gruppierungen.

(Copyright: Esoteric-House, 2000)


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