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Kabbalah (auch: Kabbala, Qabbala, Qabalah) - die mystische TheorieDie Kabbalah ist eine mystische Theorie. Ihre Ursprünge sind nach wie vor unklar. Klar ist jedoch: die Kabbalah soll den Kreis schließen und die Seele wieder zu Gott führen
Über die Ursprünge der Kabbalah gibt es mehrere Theorien. Manche sagen, die Kabbalah sei von 200 Engeln, die einst vom Himmel auf die Erde kamen,
verkündet und verbreitet worden. Diese Theorie entspringt dem Buch Henoch. Eine andere Quelle ist der babylonische Talmud. Demnach soll Mose neben den 10 Geboten auch mündliche Geheimnisse
von Gott empfangen haben. Dies würde Sinn machen, denn Kabbalah kann übersetzt werden mit 'das mündlich überlieferte' (hebr.: 'Empfangenes'). Aus diesen Überlieferungen sollen dann zwei wesentliche Bücher
entstanden sein: das Buch der Schöpfung und das Buch des Lichtes. Als Entstehungsdatum wird der Zeitraum zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert n. Chr. angenommen (andere Quellen nennen das 12. und 13./14. Jahrhundert). Diese Theorie schließt damit, dass alle kabbalistischen
Schriften mehr oder weniger versuchen, die 5 Bücher Mose zu erleuchten.
Wenn man sich mit den Grundlagen der Kabbalah auseinandersetzt, drängt sich immer ein wenig die Gleichung Mikrokosmos = Makrokosmos auf. Die Erde und alles auf ihr ist im Sinn der Kabbalah ein Abbild Gottes. Die Erde selbst entstand durch einen Strahl, aus dem 9 weitere Strahlen entstanden. Diese 10 Strahlen wurden durch 22 Pfade verbunden. Aus dieser Überlieferung entstand ein zentrales Bildnis der Kabbalah - der Lebensbaum. Er besteht aus 10 Kreisen. Sie stellen die gerade benannten Strahlen dar - besser: sie stellen die 10 Sphären dar. Dabei steht im Lebensbaum ganz oben die göttliche Sphäre Kether (1. Sphäre). Danach sind nach unten angeordet Chockmah (2), Binah (3), Chesed (4), Geburah (5), Tipereth (6), Netzach (7), Hod (8), Yesod (9) und ganz unten die irdische Sphäre Malkuth. Der Sinn des Lebensbaumes ist im Prinzip, dass Gott zur Erde herabsteigt und andersherum die Seele des Menschen von unten zu Gott hinaufsteigt. Die Kabbalah sieht dabei das Leben nur als eine Zwischenstation. Der Weg des Menschen beginnt bei Gott. Er führt über den Lebensbaum zur Erde. Aber es zieht den Menschen wieder zurück zu Gott (also zur obersten Sphäre Kether). Der Weg ist umso leichter zu gehen, je mehr ein Mensch schon zu Lebzeiten über die Sphären in Erfahrung bringt. Das führt zu:
Die Grundprinzipien deuten schon auf Wesen und Inhalt der Kabbalah hin. Das höchste Ziel ist der Wiederaufstieg zu Gott. Der ist aber nicht so ohne weiteres zu bewältigen. Er ist schwierig, ja sogar gefährlich.
Nur der Eingeweihte kann ihn erfolgreich gehen. Und darum geht es dem Kabbalisten in der Regel. Er will durch Erkenntnis (schon zu Lebzeiten) in höhere Sphären aufsteigen. Als wesentlich im Zusammenhang mit der Kabbalah und der Erkenntnis muss man verborgene Mysterien und deren Rituale betrachten. Insbesondere Rituale verhelfen dem Kabbalisten
zur Erkenntnis. Die Durchführung der Rituale wird meist in abgedunkelten Räumen, die nur mit Kerzenlicht erhellt werden, durchgeführt werden. Der Raum muss dabei groß genug sein, da man mit Kreide einen Kreis auf den Boden malen muss und
etwas entfernt davon ein Dreieck. Auch das Zeremonialschwert, mit dem man Pentagramme in die Luft schreibt, benötigt etwas Raum. Im Ritual selbst vertieft man sich in sich und stellt sich den Lebensbaum vor, den man im Geist durchschreitet.
Danach werden mit dem Schwert die Pentagramme in die Luft geschrieben wobei man die Erzengel anruft. Das Ziel des Rituales ist es, die kabbalistische Kraft in sich einfließen zu lassen. ::: Judentum ::: Numerologie ::: Tarot ::: Astrologie |
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