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KybalionDas Kybalion wird im Prinzip der Hermetik zugeordnet, oft wird es dem Hermes zugeschrieben. Jedoch ist die Entstehung der Schriften ungeklärt. Man geht heute davon aus, dass es erst anfangs des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Das Werk soll im Prinzip ein rein hermetisches Werk sein, allerdings gibt es daran Zweifel. Letztlich kann man aber festhalten, dass das Kybalion vor allem Aussagen aus dem Corpus Hermeticum und der Tabula Smaragdina wiedergibt.Ungeachtet aller Unklarheiten bezüglich seiner Herkunft gilt das Kybalion als ein Hauptwerk der Hermetik. Es beinhaltet sieben so genannte hermetische Prinzipien, die sich in der Esoterikwelt und speziell bei Okkultisten als Grundgesetze durchgesetzt haben. Interessant sind auch die Ausführungen zur Alchemie. Demnach ist die Alchemie keineswegs nur eine Kunst, die an der Herstellung des Steins der Weisen bzw. die Umwandlung unedler Stoffe in Gold interessiert ist. Vielmehr will die Alchemie mentale/geistige Schwingungen in andere höhere geistige Schwingungen umwandeln. Dies wird dadurch untermauert, dass im Kybalion das All bzw. das Universum geistiger Natur ist. Im Kybalion wurden auch die so genannten sieben Prinzipien der Hermetischen Philosophie benannt. Sie spielen z. B. in der Alchemie eine wichtige Rolle. Die sieben hermetischen Prinzipien1. Das Prinzip der Geistigkeit: „Das All ist Geist; das Universum ist geistig.“ Hier findet man den Hinweis auf die geistige Natur des Alls und des Universums. Das Universum ist letztlich eine geistige Schöpfung des Alls.2. Das Prinzip der Analogie „Wie oben, so unten; wie unten, so oben“. Eines der wichtigsten Prinzipien überhaupt, es findet Entsprechungen in der Astrologie oder etwa der so genannten Signaturenlehre. Eine heute gerne benutzte Abwandlung: Mikrokosmos gleich Makrokosmos. 3. Das Prinzip der Schwingung: „Nichts ruht; alles bewegt sich; alles schwingt.“ Auch ein wichtiger Satz. Denn: alles ist Schwingung. Daher führt eine Veränderung der Schwingungsebene immer zu einer qualitativen Veränderung. Ein Ziel der hermetischen Arbeit ist die Erhöhung der Schwingung. 4. Das Prinzip der Polarität: „Alles ist zweifach, alles ist Pole; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebracht werden.“ Vorsicht: die Polarität Männlich - Weiblich gehört hier nicht rein, es findet sich vielmehr im siebten Prinzip. Ethisch gesehen muss man bei einer Verbindung von Polarität und Schwingung eigentlich immer davon ausgehen, dass ein positiver Pol die höhere Schwinung hat. Die Aufgabe müsste dann lauten: Verwandle schlechte Schwingungen in gute. 5. Das Prinzip des Rhythmus: „Alles fließt; aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.“ Dieser Fluss des Rhythmus könnte mit den Polen in Verbindung gebracht werden. Denn zwischen diesen Polen muss ja ein Flus sein. Diesen Fluss will ein Hermetiker kontrollieren. 6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung (Kausalität): „Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung hat ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Name für ein unerkanntes Gesetz, es gibt viele Pläne von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“ Demnach gibt es keine Zufälle. Alles was passiert, passiert gesetzmäßig und nach einer Ursache. 7. Das Prinzip des Geschlechts: „Geschlecht ist in allem; alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Plänen.“ Ein interessantes und bisweilen verwirrendes Prinzip, das viele Esoteriker nachhaltig beschäftigt. Denn: anfangs gab es laut Hermes nur ein Geschlecht. Dies wurde nach einer weiteren Schöpfungsgeschichte um ein zweites Geschlechter ergänzt. Ziel der hermetischen Arbeit soll aber die Wiedererlangung der einen Geschlechtlichkeit sein. Diese sieben Prinzipien haben sich heute fest im esoterischen Gedankengut verankert und werden dem esoterisch Interessierten in der einen oder anderen Form immer wieder begegnen. Wie gesagt werden die Aussagen gerne erweitert und individuell ausgelegt. Meine Ergänzungen sind ebenfalls als individuelle Ergänzung zu sehen. Aus meiner Sicht sollte man die enge Wechselwirkung bzw. Interaktion zwischen den einzelnen Prinzipien beachten. Letztlich stellen diese sieben Prinzipien für den Esoteriker in der Regel unumstößliche Gesetze dar. |
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