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Levitation - die Kunst des Schwebens

Die Levitation ist, ganz grob gesagt, die Kunst des Schwebens. Viele sagen auch, Levitation sei die Kunst des Fliegens. Dies ist aber sicherlich eine sehr moderne Anschauung. Andererseits wird speziell im esoterischen Bereich unter Levitation zum Beispiel die zweite Stufe des yogischen Fliegens verstanden. Die erste Form ist das Hüpfen im so genannten Schneidersitz. Diese Form ist ziemlich bekannt und wir von vielen Praktizierenden beherrscht. Die zweite Stufe wäre dann das dauerhafte Schweben nach dem Hüpfen.

Herkunft und Bedeutung des Wortes Levitation

Das Wort Levitation bezeichnet das Schweben eines Objekts. Es entstammt zum Beispiel dem lateinischen Wort levitas, was soviel bedeutet wie Leichtigkeit, Schwerelosigkeit. Das Verb levare bedeutet soviel wie erheben oder erleichtern. Die Levitation ist dabei eine wissenschaftlich unbewiesene Form der Psychokinese, nach der Objekte oder Menschen ohne den Gebrauch von Hilfsmitteln schweben können. Aus dem Bereich der Show Magie kennt man zum Beispiel die so genannte schwebende Jungfrau.

Levitation und Religion

Was ich persönlich bei der Levitation interessant finde, ist die Tatsache, dass der Begriff auch in Religionen zu finden ist und hier sogar bei der katholischen Kirche. Die Katholische Kirche ist der Auffassung, dass die Fähigkeit zur Levitation grundsätzlich da ist. Wer sie besitzt, soll ein Heiliger sein. Nicht zuletzt Jesus hatte gemäß Überlieferungen diese Fähigkeit (Mt 14,25-33. Aber in der vierten Nachtwache kam er zu ihnen, wandelnd auf dem See). Es gibt aus der katholischen Kirche noch weitere Überlieferungen zum Phänomen Levitation. Unter anderem soll Joseph von Copertino im Verlauf seines Wirkens als Franziskanermönch über 100 Mal vor Zeugen geflogen sein. Wer aber nun denkt, er sei schon ein Heiliger wenn er schweben kann, der irrt. Dem Normalsterblichen ist das nicht erlaubt. Wenn ein Normalsterblicher schweben kann, dann muss diese Person gemäß Ansicht der Kirche von einem Dämon besessen sein (außer er wird im Nachhinein heilig gesprochen).

Fälle von Levitation

Über Levitationen gibt es unzählige Berichte, wobei in der Regel wirksame Nachweise fehlen. Vom 17. bis 19. Jahrhundert war das Phänomen der Levitation derart beliebt, dass man eigens dafür so genannte Levitationsabende gestaltete. Allerdings muss man einschränkend dazu sagen, dass es sich hier wohl um eine geistige und/oder gedankliche Art der Levitation gehandelt haben dürfte. Demnach versuchte man wohl in einer Art meditativer Stimmung seine Gedanken oder seine Seele aus dem Körper heraus zu lassen und sie außerhalb des Körpers schweben zu lassen. Dieses Phänomen dürfte für die Probanden durchaus real gewirkt haben. Allerdings ist über die Stufe der körperlichen Levitation eher wenig verlässliches überliefert. Auf der Stufe würde sich der Körper praktisch aus der Umarmung der Erdanziehung lösen und schweben. Eines der bekanntesten überlieferten Beispiele dürfte Daniel Home sein, der im 19. Jahrhundert angeblich vor Zeugen mehrfach geschwebt sein soll. Seine Versuche sollen spektakulär gewesen sein und selbst Wissenschaftler sollen von seiner Fähigkeit überzeugt gewesen sein. Dieser Daniel Dunglas Home war ein Schotte und lebte von 1833 bis 1886. Von seinen übersinnlichen Fähigkeiten sollen gemäß Überlieferungen Wissenschaftler überzeugt gewesen sein und vor allem viele adlige Persönlichkeiten. Allerdings hatten zu der Zeit Adelige auch immer eine gewisse Affinität zu allen Themen aus dem übersinnlichen Bereich.
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