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Die Hermetische Bruderschaft von LuxorUm 1884 trat ein Orden an die Öffentlichkeit, den es wohl schon länger gab: die hermetische Bruderschaft von Luxor. Ein unbekannterer Orden, allerdings kein uninteressanter Orden. Angeblich wurde die hermetische Bruderschaft von Luxor schon um 1870 in London gegründet. Dabei geben einige Quellen Max Theon als Gründer an.Max Theon gilt, wie viele andere Okkultisten, als eine schillernde Figur seiner Zeit. Er war jüdisch-polnischer Abstammung und hieß eigentlich Louis-Maximilian Bimstein. Er war auch bekannt als Aia Aziz. Man munkelte, dass Theon ein bedeutender okkulter Lehrer gewesen sein soll. So soll er u. a. Helena Blavatsky unterrichtet haben. Eine ganz andere Theorie besagt, dass Theon und Blavatsky den gleichen Lehrer in Kairo hatten, nämlich den Magier Paulus Metamon. Max Theon soll, wie erwähnt, um 1870 die hermetische Bruderschaft von Luxor (auch hermetische Bruderschaft des Lichts bzw. Hermetic Brotherhood Of Luxor) gegründet haben. Allerdings wird Theon später kaum noch als Aktivposten der Bruderschaft erwähnt. Trotzdem galt er in London als Großmeister des Ordens und wird auch heute noch als Vater und Grundsteinleger des Ordens und dessen Ausrichtung bezeichnet. Bekannt wurde auch Theons Mitstreiter Thomas Burgoyne, der wesentlich im Orden mitarbeitete. Er schrieb später auch das interessante Werk Light Of Egypt, welches die grundlegenden Lehren und Inhalte der Hermetischen Bruderschaft von Luxor beinhaltete. Ein weiterer wichtiger Namen ist Peter Davidson, der wohl das Oberhaupt des Ordens gewesen ist. Interessant war die Ausrichtung des Ordens. So fand man etliche Gemeinsamkeiten mit Lehren des Ordo Templi Orientis, die bedingt waren durch sexualmagische Praktiken des P. B. Randolph. Viel stärker dürften die theosophischen Ausrichtungen des Ordens gewesen sein, da viele Mitglieder des Ordens Theosophen waren. Allerdings traten die Theosophen ziemlich geschlossen aus dem Orden aus, als Peter Davidson einige unschöne Dinge über Helena Blavatsky verlauten ließ. Dementsprechend muss man heute berücksichtigen, dass der rosenkreuzerisch geschulte Davidson viele Ideen der Rosenkreuzer mit einbrachte. Vor allem scheint auch eine gewisse Abneigung gegen alles theosophische beim Orden erkennbar zu sein. Die Hermetische Bruderschaft von Luxor besteht wohl noch heute. Sie befasst sich anscheinend vor allem mit okkultem, alten ägytischen Themen, Neoplatonismus, Gnostizimus, Alchemie und Kabbala. Als wichtige Namen werden vom Orden selbst z. B. Max und Alma Theon, Mirra Alfassa oder Louis und Pascal Themanyls benannt. |
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