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Pendel - eine andere Art des Orakels

Pendel sind Gegenstände, die um eine Punkt aufgehängt herumschwingen. In der Esoterik sind Pendel mehr: nämlich Orakel.

Geschichtliches

Pendeln ist in seinem Ursprung nicht eindeutig nachvollziehbar. Man kann aber davon ausgehen, dass das Pendeln im esoterischen Sinn seit Jahrhunderten, wahrscheinlich seit Jahrtausenden irgendwie genutzt wird. Manche Quellen betrachten das I-Ging als eine Art Pendelbuch. Auch die griechischen Orakel sollen Pendel benutzt haben. Im Mittelalter ist wohl das Pendel als Orakel benutzt worden - zumindest wurde es von der Kirche verboten, was auf die Nutzung schließen lässt. Spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts spielt das Pendel in der breiteren Öffentlichkeit eine Rolle. Im Verlauf des Esoterikbooms der 60er und 70er Jahre wurde Pendeln regelrecht populär. Was man schon unterscheiden sollte: es gibt das Pendel, welches um einen Aufhängepunkt hin- und herschwingt und dies nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten tut. Die Gesetze dazu entwickelte Galilei um 1609 (Pendelgesetze). Das Pendel im esoterischen Sinn wird als siderisches Pendel bezeichnet, wobei siderisch 'auf die Gestirne bezogen' heißt.

Wie sieht ein Pendel aus?

Zuerst einmal muss man folgendes beachten: es gibt nicht das Pendel. Pendel gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Dabei sollte ein Pendel möglichst symmetrisch sein. Es sollte weder zu leicht noch zu schwer sein. Leichtere Pendel wiegen ca. 50 Gramm, schwerere um 150 - 200 Gramm. Von besonderer Bedeutung ist, wo man pendelt. In der Wohnung dürfte ein leichtes Pendel die bessere Wahl sein. Im Freien ist dagegen ein schwereres vorzuziehen. Letztlich entscheidet immer der Pendler selbst, welches Pendel er einsetzen will. Die Form kann dabei frei gewählt werden. Viele Pendler nehmen einen Ring, andere einen Knopf, eine Kugel oder ein Senkblei oder sonstiges.

Der Aufhängung kommt eine nicht zu unterschätzende Rolle zu. Sie sollte einerseits auf das Gewicht und andererseits auf die Art des Pendelns abgestimmt sein. Zu Hause über dem Tisch sollte die Aufhängung nicht zu lang sein. 30 cm sollten ausreichend sein, oft hat sich eine Länge von 20 cm als gut erwiesen. Wesentlicher Anhaltspunkt ist die Länge des Unterarmes. Bei schweren Pendeln (die man meist draußen einsetzt) kann man durchaus eine Länge von 1 mtr. wählen. Egal ob drinnen oder draußen: die Länge muss immer mindestens so gewählt werden, dass das Pendel frei und ungehindert schwingen kann. Als Material für die Aufhängung hat sich ein solider Faden durchgesetzt.

Wie pendelt man?

Fachleute sagen, dass nicht jeder pendeln kann. Dem kann man zumindest in Teilbereichen zustimmen. Ein Pendler muss auf alle Fälle in der Lage sein, innere und äußere Einflüsse ausschalten zu können. Denn oft werden Pendelbewegungen durch diese Einflüsse schlicht verfälscht. Richtige Ergebnisse kann es eigentlich nur geben, wenn der Pendler unbeeinflusst und intuitiv pendelt. Im Prinzip nimmt der Pendler dabei Kontakt zum, sagen wir mal, kosmischen Bewusstsein auf. Das klingt übersinnlich, was es manchmal auch ist. Aber auf der anderen Seite reicht es, wenn man beim Pendeln sein (Unter)bewusstsein anzapfen kann (was oft genug schwierig ist). Will man Antworten, die einen selbst betreffen, dann ist das Unterbewusstsein die richtige Adresse.

Der technische Vorgang des Pendelns kennt viele Formen. Zuerst einmal wichtig sind zwei Grundformen. Das eine sind Kreisbewegungen des Pendels entweder nach rechts oder links. Das andere sind Diagonalen des Pendels. Am besten man malt sich einen Kreis auf ein Blatt Papier und hält das Pendel ruhig über der Mitte dieses Kreises. Dann sieht man gut wie die Bewegungen entstehen. Die diagonalen Bewegungen sind dabei meistens (wenn man sich den Kreis als Uhr vorstellt) Bewegungen von 6 Uhr nach 12 Uhr bzw. von 9 Uhr nach 3 Uhr. Beide Formen eignen sich hervorragend für Fragen, die mit ja oder nein beantwortet werden. Man muss aber immer damit rechnen, dass ein Pendel völlig unerwartete Formen beschreibt (Ellipsen, Achten oder ganz andere Formen). Dann gilt es herauszufinden, welche Aussage in jeder Figur steckt. Durch konkrete Fragestellungen zu Dingen, deren Antwort man sowieso schon kennt, könnte man das feststellen.

Beherrscht man das Pendel besser, sind den Möglichkeiten kaum noch Grenzen gesetzt. Ausgehend vom dynamischen Kreis nach Bähr kann man den Kreis analog der Fragestellung aufteilen in mögliche Antworten. Man kann z. B. 12 Teile (wie im Horoskop) bilden und jeden Teil mit einem Tierkreiszeichen besetzen. Dann könnte man das Pendel befragen, welches Sternzeichen am besten zu einem passt. Andere Themen könnten sein:

  • welche Heilmethode hilft mir
  • welcher Edelstein passt zu mir
  • welche esoterische Lehre passt
  • welches Organ ist erkrankt
  • welche Farbe, welches Aroma passt
  • welche Affirmation hilft
  • welches Heilkraut brauche ich, usw.......
Professionelle Pendler sollen auch den Gehalt von Nahrungsmitteln, die Qualität von Wasser, Energiefelder, Wasseradern und dergleichen mehr auspendeln können. Wie gesagt: das Spektrum ist recht groß. Eines kann man jedoch eher nicht - eine Antwort des Pendels zu konkreten Daten oder etwa Beträgen erwarten. Sinnlos ist aus unserer Sicht eine Frage wie: 'an welchem Datum passiert mir das oder jenes' oder 'wieviel Geld werde ich gewinnen'....

Was man beachten sollte:

  • die Aufmerksamkeit sollte immer auf der Frage oder dem Pendel liegen, nie auf dem eigenen Körper (d.h. nicht auf dem Arm, der Hand...)
  • ein Pendler lässt sich nie ablenken
  • man muß in Kauf nehmen, mehrere Versuche zu machen.
  • das Bewusstsein soll keinen Einfluss auf die Pendelbewegung nehmen können.
  • Pendeln soll man nur frei von Vorurteilen. Man muss auch Ergebnisse akzeptieren können, die einem nicht gefallen!
  • am besten man pendelt nur für sich. Andere Menschen sollten auch keinen Einfluss auf die eigene Pendelarbeit nehmen können.
  • man sollte nicht pendeln, wenn man physisch und/oder psychisch in schlechter Verfassung ist
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(Esoteric-House, 2004)


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