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Shiatsu - Wohlbefinden auf Fingerdruck

Wohltuende Entspannung - wer will das nicht? Und wenn man diese Entspannung sowohl als Patient und als Ausübender erleben kann, wäre das noch besser. Genau diese Möglichkeit bietet Shiatsu!

Wo kommt Shiatsu her?

Shiatsu ist wahrscheinlich schon mehr als viertausend Jahre alt. Es entstammt eigentlich dem chinesischen Kulturraum, um genau zu sein dem sogenannten Do-In. Einer der Teilbereiche des Do-In befasst sich mit der Anregung spezieller Akupunkturpunkte. Dieses Wissen wurde dann vor ca. 1300 Jahren nach Japan gebracht, woraus sich in Japan das Auma (eine Art japanische Massage) entwickelte. Aus der Verbindung des Do-In und des Auma entwickelte sich dann im Lauf der Zeit die Frühform des Shiatsu. Das Shiatsu heutiger Prägung entstand allerdings erst später um ca. 1920.
Seit ca. 1955 ist Shiatsu in Japan offiziell als Therapieform anerkannt. Es hat sich seither stark verbreitet. Man schätzt, dass es in Japan mehr als 25.000 Shiatsu-Therapeuten gibt. Insbesondere Wataru Ohashi ('Ohashiatsu') hat sich weltweit einen sehr guten Namen gemacht.

Was ist Shiatsu?

Shiatsu entstammt einem menschlichen Grundinstinkt. Wenn wir Schmerzen verspüren, legen wir automatisch die Hand auf die schmerzende Stelle. Diese Tatsache nutzt Shiatsu. Der Wortstamm Shiatsus macht es klar: Shi ('Finger') und atsu ('Druck') ergeben Shiatsu = Fingerdruck. Um es genauer zu sagen: Im Shiatsu werden durch Druck des Daumens, der anderen Finger, der Hand oder auch des Ellbogens Akupressurpunkte so stimuliert, dass der Fluss der Meridiane wieder blockadefrei funktioniert. Die Druckpunkte werden Tsubos genannt. Man kennt insgesamt 361 Tsubos, wobei ca. 92 Tsubos von wesentlicher Bedeutung sind.

Wie arbeitet Shiatsu?

Wie gesagt sollen durch Stimulation der Tsubos die Reflexpunkte angeregt werden und dadurch der Meridianfluss. Meistens erfolgt dies durch Druck des Daumens auf die Tsubos. Andere Möglichkeiten sind der Druck mit zwei Fingern, mit der ganzen Hand oder aber auch mit dem Ellbogen. Die Dauer des Druckes liegt zwischen 5 und 10 Sekunden.
Shiatsu kann man grundsätzlich selbst an sich anwenden. Allerdings gibt es natürlich Druckpunkte, die man selbst nicht erreichen kann. Dann braucht man einen Behandler. Dies kann der Partner sein, was Shiatsu zu einer wunderbaren Form der Partnermassage macht. Die Druckmassage wird meistens in Bauch- oder Rückenlage des Patienten gegeben. Den besten Erfolg wird man beim Shiatsu dann erreichen, wenn Behandler und Patient sich vollkommen auf einander einlassen und der Atemrhythmus von beiden gleich ist.

Man sollte ein paar Dinge beachten, wenn man Shiatsu gibt oder erhält. Shiatsu ist eigentlich keine Heilform, sondern wirkt vorbeugend. Falls man an einer Krankheit leidet, sollte man vor einer Shiatsu Behandlung unbedingt einen Arzt konsultieren. Shiatsu sollte auch nie an hungrigen Personen oder andererseits kurz nach Mahlzeiten angewendet werden. Ebenfalls tabu: die Behandlung extrem erregter Menschen. Selbstverständlich sollte Shiatsu als eine Drucktherapie nie an Menschen mit Knochenleiden oder gar Knochenbrüchen angewendet werden.


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