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Stella Matutina - in der Nachfolge des Hermetic Order Of The Golden DawnBei der Stella Matutina handelt es sich um einen Orden. Er wurde wahrscheinlich um 1903 gegründet und trat so etwas wie die offizielle Nachfolge des Hermetic Order Of The Golden Dawn an. Gegründet wurde der Orden von Robert W. Felkin und John W. Brodie-Innes. Stella Matutina hielt immer sehr engen Kontakt zum Pionier des Golden Dawn, Wynn Westcott. Auch Stella Matutina hatte einige sehr bekannte Mitglieder. Der bekannteste war der umtriebige William Butler Yeats. Er war Großmeister des Ordens und bis 1923 Mitglied. Felkin nahm schon früh Kontakt mit Rudolf Steiner auf und nahm einige anthroposophische Ideen auf. Die Stella Matutina sah sich zwar als Nachfolger des Golden Dawn, allerdings wollte man deren Lehren nicht komplett aufnehmen. Interessanterweise ergänzte die Stella Matutina zu den Graden des Golden Dawn noch etliche weitere Grade wie den Adeptus Mayor oder den Magister Empli.Nachdem Felkin seine Lehren bis nach Neuseeland verbreiten konnte änderte sich im britischen Zweig einiges. Besonders wichtig für die weitere Geschichte des Ordens war die Aufnahme von Christine Stoddart. Sie übernahm um 1916 mit zwei anderen Mitgliedern die Führung der englischen Fraktion. Schon knapp 2 Jahre später brachte Stoddart enorme Unruhe in den Orden. Stoddart mutierte zu einer erzkonservativen Christin und nannte den Orden einen satanischen Orden. Später schrieb sie sogar, bei Stella Matutina handle es sich um eine gefährliche Sekte, welche die Weltherrschaft an sich ziehen wolle. Stella Matutina versuche dies mit sexuellen Energien zu erreichen. Der Orden sei nicht mehr als eine satanisch-kommunistisch-zionistische Vereinigung. Damit hatte Stoddart natürlich alles und nichts behauptet. Aber alleine die Worte kommunistisch und zionistisch wirkten auf die damaligen Menschen wie ein Flammenschwert. Stella Matutina hatte in London praktisch keine Chance mehr. Auch anderswo tat sich der Orden danach schwer. Aber immerhin schloss sich 1933 Israel Regardie dem Tempel in Bristol an. Regardie betrachtete die Arbeit des Ordens aber, im Sinne der Golden-Dawn Lehre, als nicht nachhaltig genug. Er absolvierte zwar alle Ordens-Grade. Allerdings stritt er bald mit der Führung über die Ordensausrichtung. Regardie war der Meinung, dass das wichtige Vermächtnis des Golden Dawn mit seinen hermetischen Ansichten zu sehr von Stella Matutina vernachlässigt wurde. Er schrieb über die Arbeit des Golden Dawn einige wichtige Bücher und trat schon 1934 wieder aus Stella Matutina aus. Regardie und seine kritische Aufarbeitung des Ordens waren ein Grund dafür, dass sich Stella Matutina ab 1937 mehr oder weniger auflöste. Alleine der Bristol Zweig und der neuseeländische Zweig soll wesentlich länger existiert haben. Ob es Stella Matutina heute noch gibt, ist nicht eindeutig geklärt. Wenn es den Orden noch gibt, dann arbeitet er als diskrete Gemeinschaft zumindest ziemlich abgeschottet von der Öffentlichkeit. [Esoteric-House, 2007] |
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