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Templer |
Die Templer - Beschützer des heiligen Landes
Die Geschichte der TemplerDie Gründung des Templer Ordens geht vermutlich auf das Jahr 1095 in Clermont Ferrand zurück. Dort bemängelte Papst Urban II., dass das heilige Land von "Ungläubigen" eingenommen worden sei. Er rief alle Christen dazu auf, für die Freiheit des heiligen Landes zu kämpfen. Dieser Aufruf blieb nicht ungehört. Er rief einige Adlige und Glücksritter auf den Plan. Peter von Amiens soll als erster sein Glück versucht haben. Er scheiterte. Besser erging es Gottfried von Bouillon, dem die Befreiung des heiligen Landes im Jahr 1099 gelang. Schon im Jahr 1118 oder 1119 soll Hugo von Payens mit einigen anderen die arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel gegründet haben. Im Jahr 1128 soll der eigentliche Templerorden dann in Troyes von Bernhard von Clairvaux, Hugo von Payens und Johannes Michalensis gegründet worden sein. Die eigentliche Aufgabe der Templer war die Sicherung der Wege ins heilige Land. Die Templer residierten in ihren Anfängen auf dem Jerusalemer Tempelberg, an genau der Stelle, an der früher der Tempel Salomons stand. Hierauf bezieht sich auch der eigentlich korrekt ausgeschriebene Name der Templer (arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel). Der Orden hatte aufgrund seiner Zielsetzung schon früh eine starke Bindung an die Kirche. Unter der Obhut des Papstes wurden dann auch bereits 1128 die ersten Ordensregeln gebildet. In darauf folgenden Revisionen wurde schließlich ein Rangsystem gebildet. Dieses teilte sich in die Rangfolgen Ritter, Priester und Waffenknecht. Außerdem wurden die Ränge Großmeister, Großprior, Baillif, Prior und Komtur gebildet. Geleitet vom Generalkapitel wuchs der Templerorden rasch und verbreitete sich bald auch über ganz Europa. Man gliederte den Orden in Priorate und Komtureien. Durch sein rasches Wachstum mussten die Templer bald mehr Kraft in Organisation und Verwaltung investieren als in die Kriegskunst. Das blieb nicht ohne Folgen. Das heilige Land fiel wieder in die Hände der "Ungläubigen" und konnte in der Folge noch einmal unter christliche Kontrolle gebracht werden, wenn auch mit schwersten Verlusten. Berühmt und berüchtigt wurde z. B. der Zug der Kinder ins heilige Land. Französische und deutsche Kinder sollten das heilige Land verteidigen - die meisten von ihnen starben dabei, die anderen wurden versklavt. Um 1244 fiel das heilige Land dann endgültig wieder in die Hände der "Ungläubigen". Bedingt durch den Verlust der Macht im heiligen Land verlegten die Templer ihre Zentrale zuerst nach Zypern und später nach Frankreich. Die ehemals große militärische Macht schrumpfte dann aber immer mehr zugunsten einer großen Geldmacht der Templer. Der Orden wuchs weiter und wurde immer reicher. Kaufleute waren gerne bereit, für den Schutz durch die Templer großzügig zu bezahlen. Die Templer wurden unermeßlich reich und konnten sich etliche Besitztümer und Ländereien zulegen. Auch waren sie beim Bau von Kirchen gern gesehene Geldgeber. Die Templer waren zu ihrer Zeit wahrscheinlich die einflußreichsten Geldgeber überhaupt, sie betrieben mehr oder weniger ein Finanzimperium. Es wird überliefert, dass die Templer wohl als erste eine Art Wechselverkehr entwickelten. Ein Kaufmann konnte in einer Komturei Geld hinterlegen und bekamm dafür einen Wechsel ausgestellt. Damit konnte er in eine andere Stadt, ohne Bargeld mit sich zu führen. Den Wechsel löste er dann in der dortigen Komturei wiederum gegen Bargeld ein. Reichtum ruft bekanntlich gerne Neider auf den Plan. Außerdem eigneten sich die Templer mit dem Reichtum eine Art von Arroganz an, die sie nicht gerade beliebt machte. Man bekam Angst vor diesem "Finanzmonster". Mehrfach wurde eine Entmachtung des Ordens diskutiert - allerdings erfolglos. Erst Phillip dem Schönen, König von Frankreich, gelang durch geschicktes Intrigieren die Auflösung des Ordens. Die Auflösung des OrdensPhillip der Schöne war wohl in Geldnöten und begehrte die Gelder der Templer. In einer Nacht- und Nebelaktion ließ er dann kurzerhand die Templer in Frankreich inhaftieren. Überraschend auch deshalb, weil die Templer ausdrücklich keiner weltlichen Gewalt unterstanden, sondern direkt dem Papst. Phillip war das egal. Er ließ die Templer foltern und erpresste unter Folter falsche Geständnisse von den Templern. So wurden sie der Gotteslästerung bezichtigt. Phillip forderte die anderen Herrscher Europas auf, alle Templer zu inhaftieren (was jedoch nur halbherzig umgesetzt wurde). Er forderte auch von Papst Clemens V., den Schutz der Templer aufzuheben, was dieser nach einigem Widerstand dann auch tat. Inhaftierung und Folterungen sollten von 1307 bis 1314 dauern. Hoffnung keimte auf, als der Großmeister Jaques de Molay sein unter Folter gemachtes Geständnis widerrief. Schließlich meldete auch Papst Clemens V. Zweifel an der Schuld der Templer an und forderte die Unterstellung an ein kirchliches Gericht. Allerdings formulierte er die Forderung nur halbherzig. So hielt Phillip an der Verurteilung durch seine Gerichtsbarkeit fest. Die Templer wurden zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Im März 1314 soll dann der Großmeister Jaques de Molay vor Gericht eine flammende Rede gehalten haben. Er zweifelte die Rechtmäßigkeit des Urteils an und hielt an seiner Unschuld fest. Ebenso tat es Gottfried von Charney. Beider Strafen wurden sofort in die Todesstrafe umgewandelt. Der Vollzug geschah noch am selben Abend, sie wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Vom Scheiterhaufen herab soll de Molay noch einmal seine Unschuld beteuert haben und gemäß Überlieferung soll er sowohl Phillip als auch Clemens V. verflucht haben. Ein Fluch, der zur Realität wurde. Sowohl Phillip als auch Clemens V. starben im Verlauf des nächsten Jahres - in etwa so, wie Molay es prophezeit hatte. Die Kirche und die TemplerDie Kirche spielte bezüglich der Geschichte der Templer eine wichtige Rolle. Sie war den Templern eigentlich immer eher positiv gestimmt. Das überrascht, denn die Templer wurden schon früh der Ketzerei bezichtigt. Aber der Kirche muss schon früh klar gewesen sein, welches Machtpotenzial mit den Templern entstand. Außerdem war der Ruf der Kirche in der Gründungszeit der Templer alles andere als gut. Der Ruf der Templer verbreitete sich jedoch rasch und die Sache der Templer erfuhr große Zustimmung. So gesehen war die Zuwendung zu den Templern eine politisch gute Sache, die dem Ruf der Kirche auch zuträglich war. In der Folge sicherte die Kirche den Fortbestand der Templer tatkräftig durch finanzielle Zuwendungen, Steuerbefreiungen, Zollbefreiuungen, Schutz der Templer durch den Vatikan und Schutz vor der Exkommunizierung. Schließlich mussten sich die Templer nicht einmal mehr den Urteilen der mächtigen Bischöfe beugen. Alle Templer wurden dem Urteil des jeweiligen Ordensgroßmeisters und des Papstes unterstellt. Weltliche Gerichte konnten somit den Templern nichts mehr anhaben. Bis zur Auflösung der Templer im Jahr 1314 hielt die Kirche zu dem Orden. Einzig die Tatsache, dass sich Clemens V. nicht gegen Phillip den Schönen durchsetzen konnte, entzog die Templer dem Schutz der Kirche. Eine ganz andere Dimension erfährt das Verhältnis Kirche - Templer, wenn man einer unbewiesenen Theorie glaubt. Diese besagt, dass die Templer aus dem heiligen Land kompromittierende Beweise sicherstellen konnten, die ein ganz neues Licht auf die Person Jesus werfen. Demnach soll Jesus ein vergleichsweise normaler Mensch aus dem Volk gewesen sein, der einer anderen Glaubensgruppe angehört hatte. Er soll außerdem mit Maria Magdalena zusammengelebt haben. In der Summe hätten die angeblichen Beweise ausgereicht, die komplette Kirchengeschichte und die Kirche selbst in Frage zu stellen. Die Kirche wäre, wenn so etwas bewiesen würde, faktisch am Ende. So gesehen hätten die Templer ein gewisses Druckmittel gegen die Kirche in den Händen gehalten, was die enge Verbindung Kirche - Templer erklären würde. Aufnahmeritual der TemplerDas typische Aufnahmeritual der Templer soll sich folgendermaßen vollzogen haben: der Großprior fragte vor versammelter Ritterschaft, ob ein Novize aufgenommen werden solle. Stimmten alle Ritter zu, musste der Novize versichern, dass er schuldenfrei, ohne familiäre Verpflichtung und ohne Verpflichtung gegenüber einem Herren sei. Danach durfte er um Aufnahme bitten und musste das Ordensgelübde ablegen. Als Zeichen der Zughörigkeit erhielt er einen weißen Mantel mit dem roten Kreuz. Damit war der Novize Teil des Ordens. Er war per sofort keinem weltlichen Urteil mehr unterstellt sondern dem Ordensverantwortlichen und Gott bzw. dem Papst. Es gibt einige unbewiesene Aussagen zum Aufnahmeritual. Viele entstammen den Aussagen von Templern, die sie unter Folter gemacht haben. Der Bruderkuss gehörte wohl zur Aufnahmezeremonie. Unbewiesen und eher fragwürdig sind aber Aussagen, zum Aufnahmeritual hätten gleichgeschlechtliche Kontakte gehört oder etwa das Bespucken der Bibel oder andere gotteslästerliche Dinge. Der Schatz der Templer
Eines der größten Geheimnisse um die Templer ist der sagenumwobene Schatz der Templer. Damit ist nicht etwa ein finazieller
Schatz gemeint. Gelder und Güter der Templer in Frankreich wurden durch Phillip vereinnahmt, einiges
wurde angeblich von den Johannitern übernommen.
Über die Gelder der Templer in anderen Ländern ist wenig bekannt, sie sind aber auch nicht unbedingt von
Interesse. Interessanter scheinen andere Schätze zu sein. So soll man nach Auflösung der Templer eine mysteriöse Holztruhe
gefunden haben, die leer war. In ihr soll angeblich die sagenhafte Reliquie der Templer gewesen sein. Gemeint ist ein
Götzenbild, der sagenhafte Baphomet. Ein
Wesen, das eine zentrale Rolle bei den Ritualen der Templer
gespielt hat. Was es jedoch genau mit der Reliquie auf sich hat, wie sie aussah und wo sie ist, ist unklar.
Offene FragenViele Detailpunkte um das Wirken der Templer bleiben im Nachhinein unklar. Man kann davon ausgehen, das es den Orden der Templer gab. Nicht ganz klar ist, ob es sich bei dem Orden um Christen handelte oder aber um Anhänger des Gnostizismus (eine vorchristliche Geheimlehre). Darüber hinaus gibt es zu den Templern wahrscheinlich mehr Fragen als bewiesene Antworten. Zum Beispiel interessieren folgende Fragen und Aussagen nach wie vor:
(C)Esoteric-House, 2000. Letzte Änderung 11/2006 Freimaurer ::::: Illuminaten ::::: Ordo Templi Orientis - O.T.O ::::: Rosenkreuzer ::::: |
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