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Vastu - das indische Feng Shui

Vastu ist das eher unbekannte indische Pendant zum chinesischen Feng Shui. Erstaunlicherweise war in der Vergangenheit das Vastu durchaus verbreitet. Überlieferungen sprechen sogar davon, dass viele römische Baumeister Häuser, Wohnungen und Villen direkt nach Vorgaben des Vastu gebaut haben.

Worum geht es beim Vastu?

Wie beim Feng Shui geht es beim Vastu darum, die direkte Lebensumgebung (Zimmer, Wohnung, Haus, Garten, Grundstück) im Einklang mit den Energien für den Menschen zu gestalten.

Es soll letzten Endes immer die Energie bereitstehen, die für einen speziellen Zweck benötigt wird. So soll für den Schlafbereich Ruhe die Energieform sein, für das Arbeitszimmer Kreativität und so weiter. Vastu wird bevorzugt im Mikrobereich (Zimmer; Haus) angewendet. Es ist jedoch eine Gestaltungsform, die sich auch auf den Makrobereich ausdehnen lässt. Rein theoretisch könnten positive Anordnungen, die für Räume und Häuser gelten, auch auf größere Flächen (Landstücke oder ganze Länder) angewendet werden.

Diese Betrachtung wäre jedoch sehr theoretischer Natur. Im wesentlichen ist man gut damit beraten, den heimischen Bereich zu betrachten.

Wie arbeitet Vastu?

Die wichtigste Rolle kommt im Vastu den Himmelsrichtungen zu. Sie bestimmen im Prinzip, welche Einflüsse auf Örtlichkeiten einfließen. Den Himmelsrichtungen werden also gewisse Qualitäten zugeordnet, wie der folgende Überblick zeigt:

  • Norden - Geburt, Gesundheit, Mutterbeziehung

  • Nordosten (die stärkste Kraft im Vastu) - Spiritualität, geistige Entwicklung

  • Osten - Kraft, Karriere

  • Südosten - Genuss, Lebensfreude, Aufladung

  • Süden - Tod, Verlust, Schwierigkeiten, Arbeit

  • Südwest - Einfluss, Tradition

  • West - Ruhe, Abschluss, Ehe

  • Nordwest - Beziehungen, Gefühle, Austausch

Sehr anschaulich wird das ganze im sogenannten Vastu-Mandala dargestellt. Dies ist ein Quadrat, welches wiederum in 81 Felder eingeteilt wird. In dem Quadrat ist eine Gottheit (Vastu-Purusha) auf dem Rücken liegend dargestellt. Der Kopf zeigt dabei nach Nordost (daher die stärkste Richtung im Vastu), die Füße liegen in Richtung Südwest.

Maßnahmen zur Verbesserung des Energieflusses

Die Qualität des Wohnraumes kann durch gezielte Maßnahmen des Vastu verbessert werden. In erster Linie wäre eine bauliche Veränderung im Bedarfsfall natürlich optimal. Die Zimmer sollten im Sinne der Himmelsrichtungen liegen, wobei  im Vastu optimal wäre:

  • Norden - Wohnzimmer, Büro, Leseraum

  • Nordosten - Wohnzimmer, Leseraum, Raum der Ruhe (im Sinne von Meditation)

  • Osten - Bad, Haupteingang, Esszimmer

  • Südosten - Küche, Heizung und Elektroinstallation

  • Süden - Schlafzimmer, evtl. Abstellraum

  • Südwest - Abstellraum, evtl. Schlafzimmer

  • West - Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer

  • Nordwest - Gästezimmer, Büro

Weitere Maßnahmen könnte die Änderung der eigenen Verhaltensweisen sein (!), die Änderung und Umstrukturierung der Einrichtungsgegenstände oder Farbänderungen. Analog dem Feng-Shui kann das Anbringen und Aufstellen von Gegenständen viel bewirken (z. B. Spiegel, Pflanzen, Mandalas, Pyramiden). Einige Wirkung können gezielte Anwendungen von Klängen und Mantren in Zimmern bringen.


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